Der flexible Transport von Daten wird in der heutigen Zeit immer wichtiger. Dabei gibt es neben dem direkten Weg per Internetverbindung natürlich auch die Möglichkeit, die Daten vorher auf einem Speichermedium zwischenzuspeichern. Zur Auswahl stehen dabei CDs, DVDs, Speicherkarten und USB-Speicher. Letztere sind die wohl flexibelste Alternative mit der größten Kompatibilität, unabhängig von CD- oder DVD-Laufwerken, unabhängig von Speicherkartenlesern, unabhängig vom Betriebssystem der PCs. Diese Anpassungsfähigkeit, sowie die von anderen Speicheralternativen unerreichte Geschwindigkeit der USB-Geräte sind wohl ihre größten Vorteile gegenüber konkurrierenden Speichermedien. Dabei gibt es verschiedenste Arten von USB-Speichern: die USB-Sticks, USB-Festplatten, USB-Wechselspeicher (MP3-Player, etc.) und USB-Cardreader. Letztere sind dabei keine klassischen USB-Speicher, sondern ermöglichen die Speicherung von Daten auf einer Speicherkarte, welche dann direkt über den USB-Anschluss verwendet werden kann.

Was ist eigentlich USB?

USB steht für “Universal Serial Bus”. Dies stellt eine Schnittstelle zwischen PC und externen Geräten dar. Ein USB-Anschluss kann dabei für unterschiedlichste Geräte verwandt werden, von Speichersticks bis hin zum Mini-Teekocher ist alles möglich, was mit 500 mA Leistung auskommt. Dabei gibt es zwei übliche Versionen von USB-Anschlüssen: USB 1.1 und USB 2.0. Wie die Versionsnummern schon erahnen lassen, ist die 2.0-Version besser als die 1.1er. Das zeigt sich in einer bedeutend höheren Geschwindigkeit (1.1 bietet 12 MBit/s während 2.0 480 MBit/s ermöglicht), sowie einer höheren Leistung. Für Speichermedien bedeutet dies im Klartext, das Schreiben und Auslesen von Daten über eine USB 2.0 Verbindung ist bis zu 40 mal schneller als per USB 1.1. Zur Veranschaulichung ein kleines Rechenbeispiel: für eine Mp3-Datei von 6 Megabyte Größe (ca. 4 Minuten Musik in durchschnittlicher Qualität) benötigt die Übertragung per USB 1.1 (unter Idealbedingungen) 4 Sekunden. In der gleichen Zeit könnte per USB 2.0 (unter Idealbedingungen) zwei komplette Alben à 20 Lieder übertragen werden. Die “Idealbedingungen” hängen dabei von dem verwendeten Gerät ab. Viele billige Speichermedien erreichen die USB 2.0 Geschwindigkeit bei weitem nicht, sind jedoch immer noch schneller als USB 1.1.

USB-Sticks – klassisch, handlich, praktisch

Es gibt sie in verschiedensten Farben, Formen, Speicherkapazitäten und Geschwindigkeit – USB-Sticks. Kaum ein anderes Speichermedium ist derart flexibel und dabei so handlich und praktisch. Die Speicherung der Daten auf einem USB-Stick beruht meist auf dem Prinzip eines sogenannten “Flash-Speichers”. Dieser besteht aus einem “Metall-Isolator-Halbleiter-Feldeffekttransistor”. Auf diesem werden die Daten in Form von elektrischen Ladungen gespeichert. Im Gegensatz zu den magnetischen Scheiben in einer gewöhnlichen Festplatte sind Flash-Speicher recht stoßresistent und robust. Diese Robustheit stellt einen großen Vorteil gegenüber anderen Speichermedien dar. Auch die kompakten Bauarten der meisten USB-Sticks unterstützen dies zusätzlich. So unterschiedlich wie die optischen Aspekte sind auch die technischen Eigenschaften unterschiedlicher USB-Sticks. Die Kapazitäten gewöhnlicher Speichersticks gehen von einigen Megabyte bis hin zu 32 Gigabyte. Es gibt allerdings auch extreme, wie den “Data Traveller 300″ von Kingston, welcher 256 GB Speichervolumen breitstellt. Dieser Stick ist aber kaum alltagstauglich, da die Geschwindigkeit zu wünschen übrig lässt und auch der Preis mit utopischen 775€ UVP für den Durchschnittsuser zu hoch ist. USB-Sticks mit ausgereifter Technik und annehmbaren Preisen gibt es bis hin zu 32 GB Speicherkapazität. Bei steigendem Speichervolumen steigt natürlich auch der Preis dementsprechend an. Dabei steigen die Preise proportional zur Kapazität. Dies liegt daran, dass die größere Leistung auf dem gleichen Raum verwirklicht werden muss und dies aufwendigere Technik erfordert. Hier die Durchschnittspreise für USB-Sticks guter Qualität mit verschiedenen Kapazitäten:

  • 2 GB – knapp 10 Euro
  • 4 GB – 10 bis 13 Euro
  • 8 GB – 17 bis 20 Euro
  • 16 GB – 35 bis 40 Euro
  • 32 GB – 60 bis 70 Euro

Beim Kauf eines USB-Sticks sollte man sich je nach dem gewünschten Einsatzgebiet für die richtige Kapazität entscheiden. Wer nur gelegentlich einige wenige Bilder oder Dokumente transportieren möchte, kann sich getrost für einen “kleinen” Stick entscheiden. Bei Sticks mit geringer Kapazität, reicht meist auch eine geringere Geschwindigkeit, da ohnehin keine großen Datenmengen übertragen werden.

Wer größere Datenmengen, wie Filme, transportieren möchte, sollte sich besser für 4 GB entscheiden. Abhängig davon wie oft der Stick mit Daten bestückt werden soll, kann man sich gegebenenfalls zwischen einem schnelleren oder einem langsameren Exemplar entscheiden. Nutzer, die komplette DVDs oder andere große Datenmengen übertragen wollen, sollten sich für die 8 GB Variante entscheiden. Dabei steigt die Bedeutung der Geschwindigkeit immer mehr, da sich das Übertragen von derart großen Datenmengen sonst über bis zu eine Stunde erstrecken kann. Nur wer einen USB-Stick für sehr große Datenmengen, wie mehrere DVDs oder BluRay-Filme benötigt, sollte sich für 16 oder sogar 32GB entscheiden. Bei solch großen Datenmengen sollte stets auf die Geschwindigkeit, auch “Übertragungsrate” genannt, geachtet werden, da das vollständige Beschreiben des Datenträgers sonst mehrere Stunden dauern kann. Bei der Fülle an Anbietern und Varianten von USB-Sticks sollte für jeden Anwender das richtige Modell dabei sein.

USB-Festplatten – die großen Brüder der Sticks

Eine andere Möglichkeit Daten zu sichern und zu transportieren besteht in USB-Festplatten. Dabei gibt es prinzipiell zwei verschiedene Arten: die 2,5-Zoll Festplatten, welche an USB 2.0 Anschlüssen ohne zusätzliche Stromversorgung betrieben werden können und die 3,5-Zoll Festplatten, welche eine zusätzliche Stromversorgung über ein Netzteil benötigen. Beide Typen gibt es selbstverständlich mit verschiedenen Kapazitäten und Geschwindigkeiten. Bei Festplatten gibt es allerdings zwei Geschwindigkeiten, auf die man achten sollte: zum einen die Zugriffsgeschwindigkeit, zum andern die Schreibe- und Lesegeschwindigkeit, die auch schon bei USB-Sticks eine Rolle spielte. Bei den technischen Daten spielt es keine Rolle, ob es sich um eine 2,5- oder 3,5-Zoll Festplatte handelt. Nur in der Kapazität sind die 2,5-Zoll Festplatten bisher stärker begrenzt, die größte bisher entwickelte 2,5-Zoll Festplatte hat 1 TB (= 1 Terabyte = 1024 GB) Speicherkapazität, ist aber bisher nicht lieferbar. USB-Festplatten im 3,5-Zoll können dahingegen bis zu 2 TB Daten fassen. Für die meisten Nutzer sollte 1 TB aber bereits mehr als genug Speicherplatz sein.

Beim Kauf einer externen Festplatte sollte darauf geachtet werden, dass der PC auch die Anforderungen erfüllt (für 2,5-Zoll Festplatten werden 2 USB-Anschlüsse benötigt (einer für die Daten, einer für die Stromversorgung)). Außerdem sollte man natürlich darauf achten, eine ausreichend große, aber den Bedürfnissen entsprechende Festplatte zu erstehen. Die Zugriffszeit sollte dabei so klein wie möglich sein (d.h. Zugriffsgeschwindigkeit möglichst hoch), falls direkt von der USB-Festplatte Anwendungen, wie Spiele oder Ähnliches gestartet werden sollen. Wer die Festplatte eher zur Datensicherung verwenden möchte, sollte auf eine hohe Lese- und Schreibegeschwindigkeit achten, da das Speichern der Daten sonst unnötig lang dauert. Ob die Entscheidung dabei auf eine 2,5- oder 3,5-Zoll Festplatte fällt, ist dem Käufer überlassen. Die kleine Variante bietet den Vorteil, dass sie auch mobil und ohne zusätzliche Stromversorgung (Bsp. Laptop) verwendet werden kann. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass gleich 2 USB-Anschlüsse belegt werden. Eine 3,5-Zoll Festplatte bietet dahingegen den Nachteil, immer an das Stromnetz gebunden zu sein, also nicht im Freien an einem Laptop oder Ähnlichem betrieben werden kann. Der Vorteil dieser Variante besteht darin, dass nur ein USB-Anschluss benötigt wird. Allgemein sind aber eher 2,5-Zoll Platten zu empfehlen (außer man benötigt dringend 2 TB Speichervolumen), da diese kleiner und mobiler sind und viele Modelle zur Not auch mit einem Netzteil anstelle des zweiten USB-Anschlusses betrieben werden können. Allerdings sind 2,5-Zoll Festplatten aufgrund dieser Vorteile auch etwas teurer. Die Entscheidung liegt letztendlich beim Käufer selbst.

Mp3-Player, Handy, Kamera – die neue Art Datenträger

Da es in der heutigen Zeit immer wichtiger wird Daten immer und überall dabei zu haben, gibt es auch immer mehr Endgeräte, welche als USB-Speicher dienen. Dabei bedienen sich Handy, Kamera und Mp3-Player bei den Prinzipien von USB-Sticks. So wird jedes moderne Handy zum USB-Speicher. Durch die Möglichkeit Speicherkarten in Handys und Kameras zu verwenden, werden diese gleichzeitig zum USB-Speicherkartenlesegerät. Damit wird der Trend deutlich, vom reinen USB-Speichermedium zu einer Kombination überzugehen, sodass man sich fragen muss, ob reine USB-Sticks überhaupt noch nötig sind, da auf so gut wie jedem Handy ähnlich große oder sogar größere Datenmengen gespeichert werden können. Ob und für welche Art USB-Speicher sich ein Interessent schlussendlich entscheidet, liegt am Ende allein in seinen Händen.

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